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Pressemitteilung:

04. Dezember 2017

Angelika Löber: Gutes Geld für gute Lebensmittel – Appell an die Nahrungsmittelwirtschaft zum Verzicht auf Glyphosat

Verbraucherschutz

Nachdem die EU die Anwendung des Unkrautvernichtungsmittels Glyphosat für weitere fünf Jahre bis 2022 zugelassen hat, fordert die umweltpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Hessischen Landtag, Angelika Löber, die Nahrungsmittelhersteller dazu auf, ihren Beitrag zum Verzicht auf Glyphosat zu leisten. Sie sagte dazu am Montag: „Nachdem sich in der EU durch den skandalösen Alleingang von Noch-Landwirtschaftsminister Schmidt von der CSU überraschend eine Mehrheit für die weitere Anwendung von Glyphosat gefunden hat, müssen wir an die Klugheit und das Umweltbewusstsein der Nahrungsmittelhersteller appellieren. Ein nachahmenswertes Beispiel gibt hier eine bayerische Großmolkerei, die keine Milch von Landwirten mehr annimmt, die weiterhin Glyphosat und anderer Totalherbizide einsetzen. Dafür bezahlt die Molkerei ihren Lieferanten angemessene Preise. Ich würde mir wünschen, dass sich weitere Hersteller diesem Beispiel anschließen – gutes Geld für gute Lebensmittel.“

Löber erinnerte an die wissenschaftlichen Studien, die nahelegten, dass bei Glyphosat eine krebserregende Wirkung nicht auszuschließen sei. Zudem reichere sich der Stoff in der Nahrungsmittelkette an. Das Pflanzengift sei bereits bei einer ganzen Reihe unterschiedlicher Produkte nachgewiesen worden und werde in geringer Konzentration auch von stillenden Müttern an ihre Säuglinge weitergegeben. Die gesundheitlichen Schäden seien dabei noch gar nicht abzusehen. Hinzu komme, dass die chemischen Beimischungen, die Glyphosat überhaupt erst anwendbar machten, bisher nicht oder nur unzureichend auf ihre Gefährlichkeit untersucht worden seien. „Wir dürfen uns nicht auf das Glyphosat alleine konzentrieren“, so Löber, „sondern müssen uns auch damit beschäftigen, was sonst noch in dem Chemikaliencocktail enthalten ist, der tonnenweise auf unsere Äcker und Weinberge gesprüht wird.“

Angelika Löber stellte fest: „Der Krebsverdacht allein müsste schon ausreichen, um Glyphosat vom Markt zu nehmen. Aber der Wirkstoff ist auch ein Anschlag auf die Artenvielfalt. Indem Glyphosat alles abtötet, was in der industriellen Landwirtschaft als ‚Unkraut‘ gilt, nimmt es den Insekten die Lebensgrundlage. Wir wissen inzwischen aus wissenschaftlichen Untersuchungen, dass das Insektensterben Wirklichkeit ist und eine reale Bedrohung für das gesamte Ökosystem des Planeten darstellt. Ich appelliere deswegen an die Nahrungsmittelindustrie und an die Landwirte und Winzer: Verzichten Sie auf Glyphosat und schonen Sie unsere langfristigen Lebensgrundlagen!“

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